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„Bleisure“: Spaß auf Reisen

Wie Geschäftsreisende Business Trips mehr abgewinnen können.

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Viel unterwegs? Geschäftsreisen sind Herausforderung und Bereicherung zugleich. // Quelle: Free-Photos (CC0-Lizenz) - pixabay.com

„Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ Wer kennt diesen Satz nicht? Auch Geschäftsreisende haben es nicht immer leicht. Die Trennung von der Familie, unbequeme Hotelbetten und mitunter lange Flüge können belastend sein. Wer also glaubt, dass sich Arbeit und Vergnügen so leicht miteinander verknüpfen lassen, wie in besagtem Sprichwort, irrt nicht selten. Dennoch ist es möglich, auch einem Leben mit vielen Reisen den richtigen Dreh zu geben und einige Trips ganz bewusst mit Urlaub zu verbinden.

Geschäftsreisen sind in vielen Branchen ganz normal

Zu glauben, dass der eigene Beruf nicht irgendwann eine Geschäftsreise notwendig machen wird, ist nur noch selten sinnvoll. Es gibt zwar einige Berufsbilder, bei denen Reisen tatsächlich nicht häufig vorkommen, aber auch hier kann es schnell passieren, dass Mitarbeiter zu Fortbildungen oder Seminaren für mehrere Tage an einen weit entfernten Ort geschickt werden.

 

Wie weit dieser Ort entfernt ist, bestimmt selbstverständlich der individuelle Plan. Ein Blick auf die Art der Geschäftsreisen, die Österreicher in 2016 unternommen haben, zeigt: Rund 42 Prozent der Trips fanden als Kurzreisen im Inland statt, während in 32 Prozent ein Überschreiten der Landesgrenzen notwendig war. Reisen ins Ausland also sind keine Seltenheit.Selbstverständlich aber gibt des Branchen, in denen Geschäftsreisen deutlich häufiger vorkommen als in anderen. Besonders häufig auf Reisen sind beispielsweise:

 

  • Unternehmensberater,
  • Außendienst-Mitarbeiter,
  • Servicetechniker,
  • Montage-Arbeiter,
  • Gästebetreuer und Reiseleiter,
  • sowie Archäologen.

 

Wer also von sich selbst weiß, dass ihn ein Berufsleben mit vielen Reisen reizt, sollte schon im Vorhinein überlegen, in welcher Branche das möglich sein wird. Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche: Reisemuffel nehmen besser Abstand von Berufsbildern mit einer gewissen Notwendigkeit, viel unterwegs zu sein.

Herausforderungen für Reisende

Eine einmalige Geschäftsreise stellt kein Problem dar und auch bis zu zwei oder drei Trips pro Jahr lassen sich in aller Regen unkompliziert in das eigene Leben integrieren. Wer allerdings regelmäßig verreisen muss und sogar monatlich in aller Welt unterwegs ist, wird sich einigen besonderen Hürden und Herausforderungen stellen müssen. So angenehm eine Reise alleine nämlich sein kann, so groß ist auch das Risiko, als Vielreisender den Anschluss zum eigenen Umfeld zu verlieren.

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Familie und Reisetätigkeit lassen sich nur mit viel Engagement verbinden. // Quelle: Pexels (CC0-Lizenz) - pixabay.com

Insbesondere für Angestellte und Unternehmer, die bereits eine Familie gegründet haben, sind häufige Geschäftsreisen schwierig. Die regelmäßige Trennung vom Partner und den Kindern macht eine Teilnahme am gewöhnlichen Alltag nur noch schwer möglich. Nicht selten kommt es daher vor, dass sich Paare infolgedessen auseinander leben und sich an die Zeit ohneeinander gewöhnen. Damit das nicht passiert, sollten Vielreisende überlegen, an welchen Punkten sie für mehr Qualitätszeit mit der Familie sorgen können. An der Quantität nämlich lässt sich in diesem Fall nichts ändern. Umso wichtiger ist es daher, die Zeit mit Partner und Familie in den Tagen ohne Reisen besonders intensiv zu genießen. Gemeinsame Ausflüge, das Zubettbringen der Kinder und natürlich auch bewusst eingeplante Zweisamkeit mit dem Partner sind Punkte, die hier in jedem Fall helfen können.

 

Doch nicht nur das Familienleben läuft bei häufigen Business-Trips Gefahr, Schaden zu nehmen. Auch das Verfolgen von Hobbys und die Pflege von Freundschaften sind nicht immer möglich, wenn der Job auch in Sachen Aufenthaltsort die bestimmende Größe ist. Hier lässt sich der Tipp mit der Qualitätszeit kaum sinnvoll umsetzen. Die Suche nach Hobbys, die sich mit dem eher wechselhaften Terminkalender vereinbaren lassen, ist daher ein cleverer Schritt. Und was Freundschaften betrifft, können Vielreisende nur auf Verständnis hoffen. Es gibt viele Menschen, die das Problem der häufigen Geschäftsreisen nachvollziehen können und sich gerne darauf einstellen.

„Bleisure“: Pflicht und Freizeit verbinden

Schon jetzt ist klar: Wer viel berufliche Reisen unternehmen muss, braucht einen cleveren Plan, um auch das Privatleben nicht zu vernachlässigen. Wie aber sieht es mit der persönlichen Zufriedenheit auf Reisen aus? Das Stichwort hier ist „Bleisure“, also die Kombination von „Business“ und „Leisure“. Zu diesem Thema berichtet travelbusiness.at über eine Studie, die die Bereitschaft von Geschäftsreisenden, die Business-Trips mit Privaturlaub zu verbinden, untersucht hat. Diese Bereitschaft scheint überraschenderweise recht gering zu sein, denn nur sieben Prozent aller Geschäftsreisen sind sogenannte „Bleisure-Trips“.

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Familienzeit lässt sich bei „Bleisure-Trips“ gut einplanen. // Quelle: (c) sunawang (CC0-Lizenz - pixabay.com

Ein solcher Trip zeichnet sich dadurch aus, dass der geschäftliche Zweck der Reise mit einem Urlaub verbunden wird. Entweder reist die betreffende Person vor ihrem eigentlichen Termin an, oder sie verlängert den Aufenthalt am Zielort um einige Tage. Selbstverständlich spielt hier auch die Entfernung eine Rolle. Bei Reisen in die USA ist die Lust auf eine Verlängerung größer als bei Kurztrips, die nur in benachbarte Länder führen. Dennoch sollten Reisende die Vorteile solcher Trips nicht vergessen. Es lohnt sich sogar, eine Geschäftsreise nach Deutschland mit einem längeren Privataufenthalt zu verknüpfen. Jetapp.at nennt hier verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise Ausflüge an die See oder auch kurze Städtereisen nach München oder Berlin.

 

„Bleisure“ kann also ein guter Weg sein, die Pflicht regelmäßiger Reisen mit dem Spaß abwechslungsreicher Urlaube verschmelzen zu lassen. Für Familienväter und Mütter allerdings löst das die Schwierigkeit der langen Abwesenheit nicht. Aber auch hier gibt es sinnvolle Lösungsansätze. So könnte die eigene Familie für die Zeit des Privaturlaubes ebenfalls anreisen. Automatisch vergrößert sich der Anteil an Qualitätszeit und auch die Beziehung profitiert von der abenteuerlichen Lebensgestaltung.