Im April 2024 hat Malcolm Todd sein Debüt-Mixtape „Sweet Boy“ mit insgesamt 16 Tracks in die Welt geschickt. Dass die Intro-Nummer zwei Jahre später zu einem Sleeper Hit* werden würde, war damals nicht abzusehen. Heute machen es die Zahlen auf TikTok mehr als deutlich: 12.6 Millionen Posts sind mittlerweile mit dem „Earrings“-Sound entstanden. Und es werden von Tag zu Tag mehr.
Während er sich in Chart-Wertungen rund um den Globus wieder findet und seine Sales in Platin, Gold und Silber gegossen werden, sorgt der Singer/Songwriter musikalisch für Nachschub. Erst Anfang des Monats hat er sein zweites Studioalbum „Do That Again“ releast und wenig später eine große Tour durch Nordamerika für September / Oktober angekündigt. Die nicht abreissende „Earrings“-Welle reitet Todd unterdessen munter weiter. Erst vor zwei Wochen hat er den viralen Hit mit der aktuellen Single „I Saw Your Face“ bei Jimmy Fallon zu einem Medley verschmelzen lassen.
Wer sich ein bisschen näher mit der Biographie des 22-jährigen Künstlers beschäftigt, kann übrigens recht schnell feststellen, dass er nicht der einzige Kreative in seiner Familie ist. Seine Schwester Aubrey Hobart ist ebenfalls Musikerin und hat mehrere Titel für Gracie Abrams‘ Album „The Secret Of Us“ geschrieben (u.a. die Hitsingle „That’s So True“).
Vater Tim Hobert hat als TV-Produzent an Erfolgsserien wie „Scrubs“, „Malcolm Mittendrin“ und „Chaos City“ mitgewirkt und Mutter Jill Tracy war früher Theaterschauspielerin. Die beiden unterstützten ihren Sohn von Anfang an, auch wenn seine Entscheidung für die Musikkarriere und gegen die College-Laufbahn zunächst nicht begeistert aufgenommen wurde:
„Es war eine Woche bevor es losgehen sollte als ich die Entscheidung getroffen habe, dass ich es nicht machen werde. Ich habe wirklich einen Rückzieher gemacht und mit meiner Mama diskutiert. Sie wollte, dass ich gehe. Ich konnte sie überzeugen, dass ich unter bestimmten Bedingungen bleiben darf. Also habe ich nie einen College Campus betreten. Bin keine Sekunde da gewesen.“, verriet er kürzlich in einem Gespräch mit der LA Times.
Und: „Es war auf jeden Fall cool, einen kreativen Vater zu haben und ich glaube, dass die kreativen Gene an mich weitergegeben wurden (…) Was die Überzeugung betrifft, dass ich Musik machen kann, würde ich das meiner Mutter zuschreiben, die super-supportive war und mir das Gefühl gegeben hat, dass ich alles machen kann.“
Aktuell wolle er sich auf sein Wachstum als Musiker und Performer konzentrieren. Die aktuelle Tour ist bis auf wenige VIP-Tickets ausverkauft.
[Redaktion: Desiree Schilling]
* Überraschungserfolg von einem Song, Film, Game oder Buch, der / das bei der Veröffentlichung zunächst kaum beachtet wird (oder sogar floppt), dann aber sehr viel später bzw. über einen längeren Zeitraum doch noch massiven Zuspruch erfährt.